Jusos gratulieren dem Lernmobil e.V. zum Jubiläum

„Wir selbst müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.“- Mahatma
Gandhi

Eigeninitiative und Visionen - Dies sind die Stichworte, die den Verein Lernmobil e.V. in
Viernheim seit nun stolzen 30 Jahren charakterisieren. Veränderung eigenständig
vorantreiben, nicht warten bis sich die Möglichkeiten auf dem Silbertablett präsentieren,
sondern Kraft des eigenen Willens und dem festen Glauben an die eigenen Ziele, Vorhaben
in die Tat umsetzen.
Werfen wir einen kurzen Rückblick auf die 80er Jahre:
Der frischgebackene Kanzler Helmut Kohl spricht in geheimen Gesprächsprotokollen an
Margaret Thatcher davon, „die Zahl der Türken um 50 Prozent reduzieren zu wollen“.
Führende Pädagogen machen auf die gravierende Benachteiligung von Kindern und
Jugendlichen aufgrund von Schicht- und Geschlechtszugehörigkeit aufmerksam.
Pädagogik- und Bildungsangebote setzten weiter ihre „defizitorientierte“-Brille auf.
Nur wenige Jahre später, im Jahr 1986, finden sich vier junge Lehrer und Lehrerinnen
zusammen, die einen anderen Weg einschlagen möchten. Sie setzen bereits vor 30 Jahren
um, was nun in den vergangenen fünf Jahren bildungspolitisch „en vogue“ geworden ist und
daher auch endlich mit dementsprechendem Nachdruck in sämtlichen Schulformen
vorangetrieben wird: Das Thema Inklusion. Der Ansatz der Inklusion, im Gründungsjahrzehnt
mit dem Begriff „Integration“ beschrieben, beruht auf einem einfachen Prinzip. Es ist die
Wertschätzung von Vielfalt. „Normal“ ist hiernach allein die Tatsache, dass zwischen
Menschen Unterschiede existieren. Daher gilt es auch für Bildungsangebote und Schulen
Bedingungen zu schaffen, die Bedürfnisse aller Lernenden berücksichtigen, ob mit oder ohne
Migrationshintergrund, Behinderung, hochbegabt oder mit besonderem Förderungsbedarf.
Dass sich das Bildungskonzept des Lernmobil e.V. bewährt, zeigt die Bilanz im Jahr 2016:
Aus dem Verein ist eine Bildungsinstitution mit einem jährlichen Etat von rund 1,5 Mio. €
und rund 80 hauptamtlich beschäftigten Mitarbeitern geworden. Das Lernmobil ist mit der
Ganztagsbetreuung an vier Grundschulen vertreten, führt Projekte in Kooperation mit
internationalen Stiftungen durch und ist im Bereich der Erwachsenenbildung zu einem
führenden Anbieter von Sprach- und Integrationskursen im Kreis Bergstraße geworden.
Wir Jusos freuen uns als junge Menschen natürlich besonders über solch ein positives
Beispiel an Willensstärke und Engagement. Es macht deutlich, dass junge Menschen
tatsächlich ihre Visionen umsetzen können, auch wenn der Weg sicherlich nicht der
bequemste ist. Es ist insbesondere im Bildungssektor von zentraler Bedeutung, dass die
Akteure über den Tellerrand hinaussehen und neue Wege gehen. Denn nur
mehrdimensional gefördert, können die Jugendlichen in einer sich rasant wandelnden
Gesellschaft ihre Talente entfalten.
Daher gratulieren wir allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ganz herzlich zum Jubiläum!

Lea Eckert
Referentin für Integration der Jusos Viernheim

SiS Cup 2016 mit drei Pokalen

Es laufen die letzten Vorbereitungen bei den Jusos Viernheim: Am Samstag den 19. November  findet ab 11 Uhr zum dritten Mal der SiS-Cup statt! Nachdem letztes Jahr erstmals 16 Mannschaften beim Fußballturnier mitspielten, werden auch dieses Jahr wieder so viele dabei sein. „Der Andrang war eigentlich sogar noch größer und so mussten wir einigen Mannschaften leider  absagen. Wer weiß, vielleicht machen wir den nächsten SiS Cup mit noch mehr Teams.“, zeigt sich Jusos Vorsitzender Hussein Atris begeistert vom Zuspruch.

Die 16 Mannschaften werden am Samstag im Turniermodus in vier Gruppen gegeneinander antreten. Am Turnier nimmt auch der Vorjahressieger unter dem Namen „Roj Ava Syrien“ teil. Die Mannschaft besteht aus Neu-Viernheimern, die im RN-Hotel untergebracht sind. Sie sind natürlich bereits heiß darauf ihren Titel zu verteidigen. Aber auch namenhafte Teams wie die TV-Jedermänner scharren mit den Hufen und wollen den begehrten Siegerpokal mit nach hause nehmen.

 

Buntes Starterfeld

Die Teilnehmer sind gut durchmischt. „Egal ob jung oder alt,  alteingesessen oder neu hergezogen, wir haben ein buntes Starterfeld über das wir sehr froh sind. So wird dem Turniertitel „Sozial im Sport“ erst Leben eingehaucht. Wir wollen ein sportlich faires Sportevent mit Spaß an der Vielfalt.“, freut sich die stellvertretende Juso-Chefin Nathalie Burkert.

Die Preisverleihung, die gegen 16.15 Uhr stattfinden wird, übernimmt Bürgermeister Matthias Baaß. Dieses Jahr haben die Jusos keine Kosten und Mühen gescheut, um sogar drei Pokale zu vergeben. Neben dem Siegerpokal bekommt auch die fairste Mannschaft, wie auch der Torschützenkönig des Turniers jeweils Pokale, genauso wie die Zweit- und Drittplatzierten Medaillen.

„Wir freuen uns auf viele Besucher und Zuschauer. Für reichlich Essen und Trinken zu günstigen Preisen ist gesorgt. Alle sind herzlich willkommen Teil dieses schönen Turniers zu sein.“, lädt abschließend Geschäftsführerin Jiyan Ötles alle Interessierten ein.

 

SPD Nachwuchs aktiv am Freiwilligentag.

Dieses Jahr gab es in Viernheim so viele Projekte wie nie zuvor beim Freiwilligentag: 32 an der
Zahl und so fiel es auch den Jusos schwer sich für ein Projekt zu entscheiden. Kurzum teilte man
sich auf und eine Gruppe nahm an Gartenarbeiten beim Lernmobil im Schlangenpfad teil, während der Rest der Jusos bei Malerarbeiten im Kinderdörfel half.

vlnr Alicia Hanf Lea Eckert Hussein Atris
Es war also für jeden Geschmack etwas dabei. "Die Teilnahme am Freiwilligentag hat für uns
mittlerweile traditionellen Status. Es ist schön die ganze Stadt in positivem Aufruhr zu erleben und
in der Gemeinschaft etwas zu leisten.", sagt die stellvertretende Vorsitzende Nathalie Burkert.
Am Schlangenpfad galt es das große Außengelände noch schöner zu gestalten. In dem Objekt,
welches die Sparkassenstiftung dem Lernmobil zur Nutzung überlassen hat, finden Sprachkurse für Asylbewerber statt. So übten sich die Jusos gemeinsam mit vielen, teilweise aus Fürth angereisten, Helfern am Unkraut jäten, Verpflanzen von Setzlinge und Sträucher stutzen. "Das Lernmobil leistet hervorragende Integrationsarbeit. Ob durch Sprachkurse oder die Ausbildung von Integrationsvermittlerinnen, sie sind aus Viernheim nicht wegzudenken.", erklärt Vorsitzender
Hussein Atris die Motivation des Jusos Engagements am Schlangepfad.

vlnr Jennifer Canales Tarek Stucki Nathalie Burkert Jiyan Oetles
Im Kinderdörfel unterdessen haben die Jusos, passend zu ihren eigenen Farben, die Aufgabe
übernommen die rote Gruppe zu streichen. Die vielen Helfer strichen neben den Gruppenräumen
auch den Hauptraum sowie das Schulzimmer und ließen die Kita wieder in neuem Glanz erstrahlen.
"Für die Kinder war natürlich die Eispause das größte und für uns ist es wichtig, dass auch die
Kleinsten sich in unserer Stadt und ihrem Kindergarten wohlfühlen.", sagt abschließend Jusos
Geschäftsführerin Jiyan Oetles.

vlnr Jiyan Oetles Nathalie Burkert Tarek Stucki Jennifer Canales

Jusos beenden Sommerpause mit Grillfest

Ende August veranstalteten die Jusos Viernheim eine Grillfeier auf dem
Familiensportplatz West. Es waren viele Gäste und Interessierte dabei, die zu
einem schönen Beieinandersein beitrugen. „Es ist ein deutlich stärkeres Interesse
bei der Jugend zu vernehmen, sich politisch zu engagieren. Dies lässt sich zum Teil
durch das bedauerliche Erstarken rechter Parteien erklären, welche auch Thema an
diesem Abend waren. So freut es uns, dass immer mehr junge Leute ihren
Freundeskreis für uns gewinnen können.“, erklärt die Pressesprecherin Laura
Abuzarour. Es wurde die Gelegenheit genutzt, um über Politik, die Ferienzeit, das
Vergangene und Bevorstehende zu sprechen.

Grillfest Jusos
„Die Bilanz über die erste Jahreshälfte fiel sehr positiv aus. Im Frühjahr sind vier
Jusos in die Stadtverordnetenversammlung eingezogen. Das schlechte
Parteiergebnis drückte hierbei die Stimmung, hatte man sich doch intensiv in den
Wahlkampf eingebracht.“, sagt Geschäftsführerin Jiyan Oetles.
Dennoch hielt dies die Jusos nicht davon ab mit weiterem Tatendrang ihren
Aufgaben nachzugehen und knüpften bald wieder neue Kontakte zu Viernheimer
Vereinen. Für Yaa Soma organisierten die Jungsozialisten einen Kuchenverkauf,
trafen sich mit der AWO, veranstalteten den ausverkauften Poetry-Slam „Kunst für
Vielfalt“ und halfen beim Wald- und Flurputz. „Seit Ende Mai haben wir Jusos
einen neuen Vorstand gewählt, den wir Person für Person in Facebook vorstellten.
Auch dies ist eine noch weitere Öffnung der Kommunikation. Wir wollen
Interessierte dazu animieren den Kontakt nicht zu scheuen und aktiv auf uns
zuzugehen.“, teilt die stellvertretende Vorsitzende Nathalie Burkert mit.
Der Familiensportplatz stellt sich als hervorragender Veranstaltungsort heraus.
Seine verschiedenen Aktivitätsmöglichkeiten animierten viele Gäste zum Sport
und so wurde Politik mit gutem Essen und Verdauungssport verbunden. Vor allem
aber wurde durch das Grillfest die Sommerpause offiziell beendet. Die Jusos
freuen sich auf ihre kommenden Veranstaltungen. „Wir werden wieder aktiv beim
Freiwilligentag mitwirken, machen uns bereits an die Organisation des SiS-Cups
im November und möchte bald ambitionierte Ideen wie die U-18 Wahl in Anträge
umformulieren und einbringen. Das Ziel ist weiterhin die aktivste Jugendpartei
Viernheims zu bleiben, viele junge Menschen für unsere politische Arbeit zu
gewinnen und an Viernheims positiver Entwicklung mitzuwirken.“, sagt
abschließend Vorsitzender Hussein Atris.

Jusos treffen AWO.

Schon lange wollten sich die Viernheimer Jusos mit der Arbeiterwohlfahrt treffen - Ende
Juni hat es funktioniert. Der Kontakt bestand bereits mit der Vorsitzenden seit langer
Zeit, und auch einige andere Vorstandsmitglieder sind den Jusos Altbekannte. Jutta
Schmiddem, langjährige Stadtverordnete, begrüßte einleitend die Jusos und brachte ihre
Freude über das Treffen zum Ausdruck. Die Tagesordnung sah vor, dass die
Anwesenden, auch wenn teilweise schon untereinander bekannt, sich nochmal genauer
vorstellen. Eins hatten alle gemeinsam: Zum Engagement bewog sie der Wille soziale
Ungerechtigkeit zu beseitigen.

AWO Bild
Die Jungsozialisten bedankten sich ihrerseits für die Möglichkeit die Arbeit der AWO
kennenzulernen und mögliche Kooperationen zu erörtern. „Die AWO ist vom
Grundgedanken her absolut sozialdemokratischer Natur und so ist es nur richtig, dass
auch viele Genossen im Vorstand und darüber hinaus hier engagiert sind. Ihre Arbeit ist
wichtig und als Träger von vier Kindertagesstätten und dem Anbieten des Mobilen
Menü-Service sind sie nicht wegzudenken“, sagte Juso-Vorsitzender Hussein Atris.
Peter Lichtenthäler, Leiter der AWO-Geschäftsstelle, gab einen geschichtlichen Abriss
zur Gründung der AWO, die 1919 als AG aus der SPD hervorging, und erklärte die
Strukturen des Viernheimer Ortsvereins. Mit ca. 100 Angestellten, die hauptsächlich in
den Kitas beschäftigt sind, ist die AWO auch ein großer Arbeitgeber. Dieser
Verantwortung werden die Geschäftsstelle und der ehrenamtlich arbeitende Vorstand seit
vielen Jahren gerecht. „Bekannt ist die AWO mir vor allem durch ihre Kleiderkammer.
Als ehrenamtliche Helferin in der Vesperstube, die ebenfalls im katholischen
Sozialzentrum untergebracht ist, sehe ich, was für eine Arbeit dort reinfließt“, lobte die
Jusos-Geschäftsführerin Jiyan Oetles das Engagement. Erst vor kurzer Zeit gab es einen
Wechsel im Vorstand und eine Umstrukturierung der Arbeitsteilung innerhalb der
Arbeiterwohlfahrt. Diese Maßnahmen waren notwendig, um den gestiegenen
Anforderungen gerecht zu bleiben.
„Für uns ist es wichtig, die vielen Organisationen und ehrenamtlichen Aktivitäten in
Viernheim kennenzulernen und zu unterstützen. Das heutige Treffen war hierfür klasse
und wir freuen uns zukünftig auf Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Nicht nur
organisatorisch, sondern auch in inhaltlicher Hinsicht sind Kooperationen zwischen
AWO und uns Jusos hervorragend möglich“, sagte abschließend die stellvertretende
Juso-Vorsitzende Nathalie Burkert.

Jusos unterstützen FOCUS

Am Samstag, den 18.6.2016  fand der Citylauf in Viernheim statt. Ein schönes Rahmenprogramm
lieferte hierbei auch der Afrikaverein FOCUS. Besonders für die jüngsten Besucher der
Innenstadt hat man sich etwas einfallen lassen: Kinderschminke, Malwände, Fotoshooting und
Trommeln standen zum Angebot. Währenddessen konnten sich die Erwachsenen über die Arbeit
des Afrikavereins informieren und Patenschaften für Kinder in Burkina Faso übernehmen.
„Oft denken wir, dass wir, wenn´s um internationale Entwicklungshilfe geht, als Kommune nicht
viel ausrichten können. Viernheim zeigt, dass wir sehr wohl helfen können, vielleicht sogar
effizienter als Nationen und Organisationen mit hohen Verwaltungskosten. So erblüht unsere
Partnerstadt Satonevri in Burkina Faso.“, sagt die stellvertretende Vorsitzende der Jusos, Nathalie
Burkert.

Jusos untersttzen Focus 1
Um einen kleinen Beitrag zu leisten, unterstützten die Jusos das Focus Programm durch die
Betreuung der kleinen Künstler an den Malwänden. Neben den vorgezeichneten Tieren aus
Afrika , wie Löwen, Nashörnern und Affen , durften die Kinder ihre kreative Ader zum Ausdruck
bringen. Zwischendurch kamen immer wieder Menschen, die nach den angekündigten Mangos
fragten. Finden konnten sie allerdings nur noch die leeren Kartons, in denen diese mal lagen,
denn schon sehr früh waren die exotischen Früchte ausverkauft.

Jusos untersttzen Focus 2
„Es war mutig diese Aktion mit den Mangos durchzuführen und es hat hervorragend geklappt.
Der afrikanische Boden ist vielerorts fruchtbar und auch aus diesem Kontinent könnten und
sollten wir Güter importieren. Oftmals wird der dritten Welt vorgeworfen, dass ihre Probleme
hausgemacht seien, dabei tragen auch wir durch unsere Zölle und Subventionierung heimischer
Produkte dazu bei, dass wirtschaftlicher Wachstum anderswo nicht aufkeimen kann.“, erklärt
abschließend Vorsitzender Hussein Atris.

Jusos untersttzen Focus 3

Jusos wählen neuen Vorstand

In den letzten Wochen haben die Jusos ein volles Programm absolviert. Kuchenverkauf für Yaa
Soma, Rosen zum Muttertag, das Spektakel Kunst für Vielfalt, die Bezirkskonferenz der Jusos
Hessen-Süd und nun am Samstag die Jahreshauptversammlung in Viernheim.
Bei diesem Zusammenkommen ließ der Viernheimer SPD-Nachwuchs das vergangene
Geschäftsjahr Revue passieren. Alicia Hanf rief das gemeinsame Sommergrillen, das Engagement
gegen Häusliche Gewalt, die vielen Interviews mit „Besonderen Viernheimern“, das Engagement
für Asylbewerber, die Teilnahme an Freiwilligentag und Flurputz, die Ausrichtung des 2.SiS-Cup
und natürlich die Anstrengungen im Kommunalwahlkampf in Erinnerung.

JHV Bild
„Wir waren wieder sehr aktiv und haben Mitglieder gewinnen können. Wir haben auch noch viele
Interessenten und deswegen bin ich zuversichtlich, dass der neue Vorstand dies als Grundlage für
eine weitere hervorragende Juso-Arbeit nutzen wird! Ich gehe mit einem lachenden und weinenden
Auge“, sagt die scheidende Vorsitzende Fernanda da Silva.
Denn an diesem Samstagmorgen wurde der Vorstand neu gewählt und es ergaben sich einige
Veränderungen. Die bisherigen Vorsitzenden traten nicht mehr zur Wahl an. Da Silva und Hanf sind
beide in die Stadtverordnetenversammlung eingezogen und werden sich nach zwei Jahren der
intensiven Jugendarbeit verstärkt auf ihr Mandat konzentrieren.
Neuer Vorsitzender der Jusos Viernheim bleibt aber ein altbekannter. Der 24-jährige Hussein Atris
war seit 2012 Geschäftsführer der Jungsozialisten und gewährt somit Kontinuität. Spannender sind
die Wechsel auf den anderen Positionen. Neue stellvertretende Vorsitzende der Viernheimer ist die
19-jährige Studentin Nathalie Burkert. Geschäftsführerin ist die VWL-Studentin Jiyan Oetles und
als Schriftführerin sowie Referentin für Integration wurde Lea Eckert gewählt.
In ihrem Amt bestätigt und somit ebenfalls ein Anker für einen reibungslosen Übergang wurde die
neue und alte Pressesprecherin Laura Abuzarour. Komplettiert wird der Vorstand durch Alexandra
Kotlyarska (Referentin für Sport und Freizeit), Dennis Dietz (Wirtschaftspolitik), Michael
Kosbau(Umwelt), Davide Rubino (Soziales) und Tarek Stucki (Bildungspolitik).
Als Gast durften die Jusos den Fraktionsvorsitzenden der SPD Viernheim, Daniel Schäfer begrüßen.
Er hob die Aktivität der Jusos hervor und lobte ihr Engagement für ein lebenswertes Viernheim.
An diesem Tag widmen die Jusos sich neben den Personalwahlen auch inhaltlicher Arbeit. So
verabschieden sie einstimmig eine Resolution, in der sie ihrer Bemühung für eine weltoffene,
tolerante und bunte Gesellschaft bestätigen und darauf hinwirken wollen, dass die SPD Viernheim
und alle ihr angehörenden Gliederungen keiner wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit der
AfD anstreben wird. „Hierbei ist es unser Ziel, uns inhaltlich mit der AfD auseinanderzusetzen und
sie durch Sacharbeit zu entlarven, aber auch mit dem notwendigen öffentlichen Protest gegen diese
politische Kraft aufzutreten“, begründet Alicia Hanf das Einbringen dieser Resolution.
Zum Abschied erhielten Fernanda da Silva und Alica Hanf neben dem obligatorischen Strauß
Blumen auch eine Chronik ihres Wirkens bei den Jusos mit vielen persönlichen Widmungen ihrer
Weggefährten. So erinnert das Fotoalbum an viele vergangene Aktivitäten, wie das Engagement
gegen Rechtradikalismus im Jahre 2014 „Viernheim bekennt Farbe“ oder dem 1.SiS-Cup. Seither
hat sich viel bei den jungen Sozialdemokraten getan und man bleibt begierig auf weiteren
politischen Fortschritt.
„Wir sind Fernanda und Alicia sehr dankbar für ihre jahrelange Arbeit und freuen uns zukünftig mit
ihnen als unsere Stimme im Parlament zu arbeiten. Der neue Vorstand freut sich nun auf ein
arbeitsintensives und schönes neues Geschäftsjahr. Wir haben als nächstes großes Event den 3.SiSCup
im November und davor noch viele Treffen mit Vereinen, den Freiwilligentag oder auch in
zwei Wochen die Zusammenarbeit mit dem FOCUS e.V. beim Eine-Welt Citylauf. Glück auf!“,
zeigt sich die neue 2.Vorsitzende Nathalie Burkert euphorisch

Interview mit Helga Winkenbach: „Yaa Soma“


Kuchenverkauf für den guten Zweck


Freundlich wird man von Frau Winkenbach mit burkinischem Tee und Nüssen empfangen. Das Wohnzimmer beherbergt kleine afrikanische Schätze, Geschenke von den vielen Reisen nach Burkina Faso, die Frau Winkenbach die Jahre über angetreten hat. Sie vermittelt ein Stück Kultur und schenkt uns einen wertvollen Einblick in die Arbeit des Freundeskreises Yaa Soma.

„Woher kam das Interesse eine Organisation wie Yaa Soma ins Leben zu rufen?“

Schon als Kind hat mich Afrika fasziniert, ich erinnere mich noch genau, wie ein Bild mit zwei afrikanischen Kindern an meiner Kinderzimmertür hing. Zunächst war ich bei Focus aktiv und irgendwann beschlossen andere Mitglieder und ich, einen eigenen Freundeskreis aufzubauen, der sich für die Kinder und deren Bildung in Burkina Faso einsetzt.

„Und was genau motiviert Sie ein solches Ehrenamt zu tragen?“

Es ist der Wunsch, da wo Not herrscht,  etwas ändern zu wollen und der Freundeskreis „Yaa Soma“ bietet eine wunderbare Möglichkeit dafür. Außerdem hatte ich selbst eine sehr schöne Kindheit und genau das möchte ich auch für andere Kinder– eine Kindheit, die ihnen guttut.

Yaa Soma 2


„Wie war der Weg von der Idee bis zur Umsetzung von Yaa Soma?“

Wir hatten bereits lange Zeit Kontakt zu Lehrern in Burkina Faso, das vereinfachte vieles. Aber natürlich stand vor allem die Geldfrage im Vordergrund, denn genau damit ist es uns möglich, Materialen wie Schulbücher und Schulbänke in Burkina Faso zu finanzieren. Doch mit Hilfe der Spenden von Viernheim, sowie der Unterstützung unserer Freunde in Burkina Faso konnten wir das angehen.

„Was zeichnet Yaa Soma vor allem aus?“

Für uns ist vor allem das Kooperieren und die Kommunikation auf Augenhöhe mit unseren Mitgliedern in Burkina Faso wichtig. Projektwünsche kommen direkt von der Basis. Wir unterscheiden uns von anderen Organisationen vor allem darin, dass wir ein gleichberechtigter deutsch-burkinischer Freundeskreis sind. Die Freude zu helfen, dass ist es, was uns alle verbindet. Die Lehrer in Burkina möchten den dortigen Kindern etwas von dem zurückgeben, was sie selbst in ihrer Kindheit hatten: Schulbildung. So haben wir alle die gleichen Beweggründe, Schulkindern eine bessere Förderung zu ermöglichen.  Auch mit dem Namen Yaa Soma, was bedeutet: „es gut ist“, wollen wir zeigen, dass die Menschen von Burkina Faso kein Volk des Jammerns sind und das Jammern nicht hilft, sondern wir und auch die Menschen in Burkina Faso handeln. Und für uns hier in Viernheim gilt die Maxime: Wir stehen unter keinem Druck, jedes Mitglied teilt seine Zeit frei ein. Wenn man sich einbringen kann ist das prima, wenn es einmal nicht geht, ist das auch okay.


„Wieso steht bei Yaa Soma die Bildung im Vordergrund?“

Bildung ist der Schlüssel zu allem. Nehmen wir das Samenpäckchen als Beispiel. Um Pflanzen für die Ernährung anzubauen, müssen die Menschen lesen können was auf dem Päckchen steht, damit die Pflanzen richtig gedeihen können. Und auf Märkten müssen die Menschen wissen, ob sie richtig Wechselgeld bekommen haben. Auf diese kleinen Dinge kommt es an und wir helfen dabei das umzusetzen.

 Yaa Soma 5  „Welche aktuellen Projekte betreiben Sie und wie werden diese finanziert?“

Die Projekte orientieren sich danach, wo vor allem nach der Meinung unserer burkinischen Mitglieder vor Ort der größte Handlungsbedarf ist. Wir stimmen dann gleichberechtigt darüber ab, wo wir aktiv werden möchten und wie groß unser Handlungsspielraum ist. Aktuell fehlt es in vielen Schulen vor allem an Schulbänken und Schulbüchern. Viele Schulen haben wir im letzten Jahr mit stationären Wasserbehältern ausgerüstet. Derzeit gibt es zwei Pilotprojekte, zum einen die Schulspeisung und zum anderen Erste-Hilfe-Koffer für eine schnelle Versorgung an den Schulen.

Die Haupteinnahmequelle für unsere Projekte sind natürlich die privaten Spenden, doch auch durch Aktionen wie der Spendenlauf der Goetheschule oder die Unterstützung von Makerspace in Viernheim konnten wir viele unserer Projekte realisieren. Wir nehmen auch immer mal wieder an kleinen Flohmärkten in der Umgebung teil. Unseren finanziellen Durchbruch hatten wir im November 2014 mit unserem Hoffest. Dort wurden allerlei handgemachte Kunstartikel verkauft, es war in der Summe ein Riesenerfolg. Darum haben wir uns entschlossen, jedes Jahr ein Hoffest zu veranstalten, dieses Jahr wird es am 10. Juni stattfinden. Alle sind herzlich eingeladen.
   


„Welche Erfolge konnten Sie (auch persönlich) mit Yaa Soma verbuchen?“

Zunächst ist da erstmal die Anzahl an Schulen, die wir bisher unterstützen konnten, derzeit sind es gut 20. Natürlich bereitet es jedem von uns Freude zu sehen, was wir bisher erreichen konnten. Dass  Kinder auf Schulbänken mit einem Schulbuch in der Hand sitzen, dass sie sich im Klassenzimmer ihre Hände waschen können etc. Es ist ein tolles Gefühl von dem ganzen Dorf freudig empfangen zu werden und zu spüren, dass die Menschen es sehr wertschätzen, was mit der Hilfe von so vielen erreicht werden konnte.

Yaa Soma 1

„Was sind Ihre Ziele in der Zukunft?“


Wir möchten vor Ort etwas Nachhaltiges schaffen. Jedes einzelne Schulkind in Burkina Faso, das durch die Unterstützung von Yaa Soma bessere Lernbedingungen hat, zählt.  Mit weiteren Pilotprojekten an anderen Schulen wie die Erste-Hilfe-Koffer oder die Schulspeisung wollen wir den Kindern zu besseren Lernbedingungen verhelfen.  Darüber hinaus möchten zwei Lehrerinnen aus Burkina Faso uns in der Zukunft besuchen, sie sparen schon fleißig. Das verbindet uns dann noch enger. Wir denken aber vor allem an das „Hier und Jetzt“, denn Yaa Soma bedeutet für uns: „Was wir heute machen ist gut“.

 Am 16.04.2016 veranstalten die Jusos Viernheim von 9 bis 12 Uhr einen Kuchenverkauf, dessen Erlös an den deutsch-burkinischen Freundeskreis Yaa Soma gespendet wird.  Yaa Soma hat bis jetzt schon 20 Schulen in Burkina finanziell unterstützen können. Somit konnte sichergestellt werden, dass vielen burkinischen Kindern Schulbücher, Schulbänke und sogar ein warmes Mittagessen zur Verfügung steht. So steht vor allem die Unterstützung von Bildungsinstitutionen im Vordergrund des Freundeskreises, um nicht nur die Grundbedürfnisse zu sichern, sondern vor allem eine berufliche Zukunft in Aussicht zu stellen.
„Wir finden es toll, dass sich der Freundeskreis Yaa Soma so engagiert um die burkinischen Kinder kümmert und finden, dass dies honoriert werden sollte. Oftmals ist dies die einzige Chance für viele Kinder  eine Schulbildung zu erhalten. Als Jungsozialisten liegt es gerade uns sehr am Herzen, dass Chancengleichheit gewährt werden kann und der Teufelskreis von Armut durch Bildung durchbrochen wird. Deswegen würde es uns sehr freuen, wenn möglichst viele Leute unseren Kuchenstand, am kommenden Samstag besuchen würden. Außerdem würden wir es sehr zu schätzen wissen, wenn Kuchenspenden an unserem Stand abgegeben werden“, erklärt Hussein Atris, Geschäftsführer der Jusos Viernheim.
Das Besondere an dem Freundeskreis ist, dass alle Mitglieder gleichberechtigt sind und man auf Augenhöhe mit den burkinischen Mitgliedern kommuniziert, ohne ein Gefühl von Abhängigkeit zu schaffen.
„Wir wollen solche Projekte unterstützen, da genau das unsere Philosophie ist. Das soziale Miteinander und die Kommunikation sind für uns gleichermaßen eine Maxime. Wir Jusos erhoffen uns von dem Verkauf, dass wir diese tolle Initiative Yaa Soma so gut es geht zu unterstützen, denn Bildung sollte auch in Burkina Faso ein Privileg sein, zu dem jeder Zugang haben kann“, bekennt Nathalie Burkert, Juso-Mitglied, abschließend.
 



Jusos treffen Freundeskreis Yaa Soma - Grüße per Whatsapp aus Burkina Faso.

Letztes Jahr gründete sich der Freundeskreis Yaa Soma. Die Viernheimer Jungsozialisten haben schon bald ein großes Interesse am Kennenlernen entwickelt und nun kam es diese Woche endlich zum Treffen. „Yaa Soma bedeutet ‘‘Es ist gut‘‘ und das beschreibt auch den Charakter des Schaffens unseres Freundeskreises. Das Positive soll im Vordergrund stehen und neben der Hilfe geht es vor allem um unsere gegenseitige Anerkennung und Partnerschaft auf Augenhöhe, von der beide Gruppen profitieren.“, erklärt Helga Winkenbach. Es gibt nämlich auch eine Yaa Soma Gruppe in Burkina Faso, mit der die Viernheimer Yaa Soma Damen in ständigem Kontakt stehen, um zukünftige Projekte zu besprechen. Die Kommunikation ist hierbei besonders unproblematisch, da man sich in Echtzeit über Whatsapp unterhalten kann. So wurde die burkinische Gruppe auch über das Zusammentreffen mit den Jusos in Deutschland unterrichtet und entsendeten ihrerseits sehr herzliche Grüße an die Sozialdemokraten. Hierbei ging der Verfasser der Grüße, der Schulrektor Mousa, auch auf die 150 jährige Geschichte der deutschen SPD ein und neuerliche Erfolge oder Wahlniederlagen. „Ich bin echt erstaunt darüber wie viel Mousa über eine deutsche Partei weiß und mit welchem Pathos die Nachricht verfasst ist. Das verdeutlicht auch wie die Welt durch die Kommunikationstechnologie zusammenwachsen kann.“, zeigt sich Jusos Pressesprecherin Laura Abuzarour positiv überrascht.
Winkenbach erklärte den Jusos auch das Logo von Yaa Soma. Es ist in schwarz weiß gehalten und zeigt zwei stilistisch gezeichnete Menschen, die sich an den Händen halten. „Die Partnerschaft ist uns sehr wichtig und es herrscht ein tolles Vertrauen. Unserseits bestanden anfangs Bedenken, dass wir immer nur dann Projekte anstoßen sollten, wenn wir diese langfristig erhalten können. Aber unsere afrikanischen Freunde haben uns eine andere Mentalität näher gebracht. Es besteht keine Erwartungshaltung, dass alle Projekte über Jahrzehnte laufen sollen und man freut sich über die vielen kleinen wirksamen Projekte von Yaa Soma. “ sagt Gaby Weik, die Burkina Faso letztes Jahr auch selber besuchte.

Yaa Soma 1

 „Wir stoßen also meistens Projekte kleineren Umfangs an die man relativ einfach umsetzen kann, aber dennoch große Wirkung zeigen. Hierzu gehören die Wasserbehälter oder die Anschaffung von Schulbüchern. Durch die von Yaa Soma finanzierte Schulspeisung gingen viele Kinder auch nach der Mittagspause wieder in den Unterricht, was vorher teilweise nicht der Fall war. Der Schulrektor sieht durch die bessere Ernährung und höher Anwesenheit den Hauptgrund für bessere Schulergebnisse.“, berichtet Christina Feifer von Erfolgen.
Auch von zukünftigen Projekten berichtet der Freundeskreis. Es gäbe viele Anfragen von unterschiedlichen Schulen. Es mangelt an vielem für uns selbstverständlichem und so bewertet die Yaa Soma Gruppe in Deutschland und in Burkina Faso anhand eines Punktesystems die Dringlichkeit der Anschaffungen. Ein ausstehender Punkt ist die Ausstattung der Theatergruppe. „Man könnte im ersten Gedanken meinen, dass es wichtigeres gäbe als Theater. Aber in Afrika hat Theater eine andere Wertigkeit. Über diese Kunst wird viel transportiert. Sowohl Aufklärung, Kultur, Frauenrechte und vieles mehr wird thematisiert. Auch die Möglichkeit der Selbstentfaltung durch künstlerischen Ausdruck ist für die Kindesentwicklung wichtig.“, klärt Weik auf.
Yaa Soma steht in den Vorbereitungen zur Vereinsgründung. Sie finanzieren sich aus Spenden, Hoffesten und dem Verkauf selbstgemachter Dekoration für Weihnachten oder andere Festlichkeiten. Über die Homepage (yaasoma.de) kann man sich über Unterstützungsmöglichkeiten und den Kontakt zu ihnen informieren.
„Wir sind total begeistert von der Yaa Soma Arbeit und möchten sie zukünftig unterstützen! Hier wird nicht nur Völkerverständigung betrieben, sondern die Bekämpfung sozialer Ungerechtigkeit, was auch ein klares Ziel sozialdemokratischer Politik ist. Unterstützung in Entwicklungsländern vor Ort ist die nachhaltigste Art der Hilfe. Wir freuen uns heute Yaa Soma kennengelernt zu haben und können die Viernheimer nur ermutigen diesen Freundeskreis zu unterstützen!“ sagt abschließend SPD und Jusos Geschäftsführer Hussein Atris.

Jusos nehmen an Wald- und Flurputz teil.

Wie bereits vergangenes Jahr haben die Viernheimer Jusos auch an diesen Samstag am Wald- und Flurputz teilgenommen. Gemeinsam mit den Eheleuten Forsyth, die als Vertreter des Vereins Kompass e.V. agierten, übernahm man als Strecke einen Abschnitt der L3111.
 
„Neben sozialen Aspekten ist auch Nachhaltigkeit und der Erhalt des Waldes als natürlicher Ausgleich für uns ein wichtiges Anliegen. Viernheim ist eine Brundtlandstadt und der Wald- und Flurputz eine gewachsene Tradition, für die wir den Organisatoren sehr dankbar sind. Dieser Frühjahrsputz zeigt auch unser großes ehrenamtliches Aufkommen in Viernheim“, begründet die stellvertretende Vorsitzende Alicia Hanf das Juso-Engagement.
 
Viele freiwillige Viernheimer fanden sich am vergangenen Samstagmorgen ab 8.30 Uhr an der Feierabendhalle ein. Bereits dieses Bild begeisterte die Jusos. So waren viele NeuViernheimer unter den Helfern und auch sonst ein echter Querschnitt der Gesellschaft vertreten. „Das finden wir klasse und es zeigt auf, dass wir alle eine saubere Stadt und einen unbelasteten Wald möchten und auch dafür gewillt sind, etwas zu tun!“, kommentierte Hanf freudig die große Präsenz.

Flurputz 1
 
Im Laufe des Vormittags entmüllten die fleißigen Helfer die Flächen und Seitenstreifen im Viernheimer Forst. Sie konnten etliche Säcke, meistens mit Taschentüchern, Kaffeebechern und Plastikverpackungen entsorgt werden.
Große Sorgen bereiten den Jusos die wilden Müllablagerungen. Ganze Müllsäcke, Kleidersäcke, Autoteile und auch Kloschüsseln wurden in den letzten Jahren immer wieder in der Viernheimer Gemarkung gefunden.
„Wir haben hierfür keinerlei Verständnis. Kaum 2% der deutschen Wälder ist heutzutage noch naturbelassen und das hat eben auch mit dieser Entsorgungskultur zu tun. Unser Appell ist ganz klar, dass solche Verstöße strikter geahndet werden und man bezüglich Müllentsorgung und Waldschutz eine noch bessere Aufklärung betreibt.“, fordert der Geschäftsführer Hussein Atris.
 
Nach getaner Arbeit stärkten sich die Jusos gemeinsam mit den vielen weiteren Helfern bei Chili con Carne und Getränken im Restaurant „Schlemmernest“. Beim entspannten Ausklingen verabredeten sich die Jusos auch prompt, um im kommenden Jahr am Flurputz teilzunehmen.

Jusos Viernheim: Equal Pay Day wichtig für Geschlechtergleichberechtigung.

Der Equal Pay Day ist ein internationaler Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. Er macht auf etwas aufmerksam, dass besonders den Jungsozialisten ein Dorn im Auge ist. So ist es leider Realität, dass laut dem Statistischen Bundesamt, Frauen durchschnittlich 21,6 Prozent weniger verdienen als Männer und somit 79 Tage im Jahr umsonst arbeiten.  Dies wollen die jungen Sozialdemokraten, die für Chancengleichheit kämpfen, schlichtweg nicht mehr weiter dulden.
„Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist auch in Europa noch ein Thema. Die Gesellschaft beklagt zwar den Rückgang von Geburtenraten, aber bietet nur zögerlich Frauen Alternativen zum standardmäßigen Vollzeitjob. In der Wirtschaft muss es, zusätzlich zur Entlohnungsgerechtigkeit, auch zu flexibleren Arbeitszeitmodellen kommen. “ ergänzt Juso Vorsitzende Fernanda da Silva das Spektrum der Gleichberechtigung.
Trotz Inkrafttretens des Gleichberechtigungsgesetzes im Jahre 1958 kommt es auch heute, im Jahre 2016, immer noch zu signifikanten Benachteiligungen von Frauen.  Deswegen ist es wichtig nicht nur eine theoretisch, sondern auch praktisch gänzliche gleichberechtigt weiter zu forcieren.

Equal Pay Day

„Ich finde es sehr ungerecht, dass Frauen für genau die gleiche Arbeit, weniger Geld bekommen. Gerade weil dies dazu führt, dass Frauen im Alter, durch geringere Renteneinzahlungen, weniger gut abgesichert sind als Männer. Gleiche Arbeit sollte gleich entlohnt werden, etwas anderes kann niemand logisch begründen.“ erklärt Alicia Hanf,  stellvertretende Jusos-Vorsitzende.
Um das Selbstbestimmungsrecht der Frau zu stärken, muss gewährleistet werden, dass diese finanziell unabhängig ist und die gleiche Chance auf dem Arbeitsmarkt hat wie ein männlicher Mitbürger. So setzt sich die SPD beispielsweise für ein Verfahrensgesetz ein, dass die betrieblichen und tariflichen Akteure zur gerechten Bezahlung verpflichtet.
„Wir als Jungsozialisten können vielleicht kein Gesetz verabschieden, doch wir können uns dafür stark machen, dass es mehr Kita-Plätze gibt und vor allem flexible Öffnungszeiten zur Norm gehören, um berufstätige Mütter zu entlasten. Allein dieser Schritt führt zu mehr Unabhängigkeit und gewährleistet, dass es mehr berufstätige Frauen gibt, die ihre eigene Karriere nicht zwangsläufig zum Wohle der Familie opfern müssen.“ gibt sich Lauras Abuzarour, Pressesprecherin der Jusos Viernheim, optimistisch.