SPD trifft sich mit Verein WOHNEN 60 PLUS

 
Die SPD hat in den letzten Wochen viele Vereinsvertreter und Viernheimer Institutionen getroffen. So auch am vergangenen Donnerstag. Es ging hierbei um das Themenfeld Senioren. „Wir versuchen generationsübergreifend die Bedürfnisse aller Viernheimer einzufangen, vom Kindergartenalter bis hin zu den Senioren.“ erklärt SPD Geschäftsführer Hussein Atris das Treffen.

hussein und anke

Der Verein WOHNEN 60 PLUS gründete sich ursprünglich aus der Frage heraus, wie alleinerziehende Frauen im hohen Alter wohnen werden. Mittlerweile hilft und berät der Verein bei den Themen betreutes Wohnen, Wohngemeinschaften, Pflege im Alter und Mehrgenetationenwohnen. Zur besseren Information der Bevölkerung gaben sie auch Ausstellungen  und führten viele Gespräche mit der Baugenossenschaft und Standverwaltung zu Barrierefreiheit. Außerdem wirkte der Verein daraufhin, dass das PAMINA zwei Bauvorhaben in Viernheim verwirklichte. Der Verein nahm Kontakt zu den Betreibern, den Gebrüdern Konzok, auf. Diese nahmen auch spontan Anke Bitzels Vorschlag an das Gelände am OEG-Bahnhof zu besichtigen und waren sofort begeistert. Der restliche Weg, bis hin zur Genehmigung in der Stadtverordnetenversammlung, lief problemlos ab. Insgesamt äußerten sich die Eheleute Bitzel positiv über die Unterstützung, auch wenn nicht immer alles so gelaufen ist, wie es sich der Verein wünschte. „In den späten 90er Jahren gab es die Möglichkeit ein Altersheim mit progressivem Pflegekonzept und der Integration mehrerer Wohnmodelle auf dem Bolzplatz bei der August-Bebel-Straße zu bauen. Damals lehnte man ab, heute wäre es ein Segen. Wobei das Forum der Senioren ebenfalls eine tolle Betreuung bietet.“, sagt Harald Bitzel, der Vorsitzende der Vereins Wohnen 60 PLUS. Der Verein genießt sowohl in der Bevölkerung, wie auch durch die Stadt hohe Anerkennung. Diese Anerkennung drückt sich durch Unterstützung bei Umfragen aus und dem Stellen von Räumlichkeiten für die Mitgliederversammlungen des Vereins. Das Hauptproblem der Vereinsarbeit sieht Harald Bitzel darin, dass viele Menschen das Thema „Wohnen im Alter“ weit von sich wegschieben und erst dann aktiv werden, wenn es zu spät ist. Deswegen hat man vor kurzem den Flyer überarbeitet und ergänzt, dass der Verein sich auch an jüngere Jahrgänge richtet. Bisher konnte der Verein durch seine Arbeit bereits vielen Menschen helfen. Hierbei ist auch die Kooperation mit der Baugenossenschaft hervorzuheben. Daraus entstand beispielsweise der Umbau zu ebenerdigen Aufzug anlangen in mehreren Gebäuden. „Wir wünschen uns, dass das Thema „Wohnen im Alter“ besser vermittelt wird, damit die Menschen sich früher mit ihrer Wohnsituation im Alter beschäftigen.“ antwortet Anke Bitzel auf die Frage, was sich der Verein WOHNEN 60 PLUS von der Kommunalpolitik wünscht. Des Weiteren wünscht man sich allgemein mehr und jüngere Mitglieder. „Mit dem Forum der Senioren und der Seniorenbegegnungsstätte haben wir in Viernheim bereits gute Strukturen für Senioren geschaffen. Wenn genügend Aufklärung betrieben und Information zu den Themen, die das Wohnen im Alter betreffen,  gegeben werden, dann braucht sich niemand hiervor zu fürchten. Die SPD Viernheim wird sich weiterhin bemühen, dass Viernheim eine Stadt ist, in der sich alle wohlfühlen und auch auf die Interessen und Bedürfnisse der Senioren eingegangen wird. In Viernheim leben über 6500 Menschen ab 65 Jahren. Deswegen bin ich dem Verein WOHNEN 60 Plus und den Eheleuten Bitzel sehr dankbar für ihr Engagement und Feedback.“ sagt abschließend SPD Geschäftsführer Hussein Atris.

Ein historischer Sieg !

Von Andreas Häfele

Am Sonntag wählten die Viernheimerinnen und Viernheimer Matthias Baaß erneut zu ihrem Bürgermeister für die nächsten sechs Jahre.  Matthias Baaß wurde damit zum vierten Mal in Folge gewählt – direkt von den Bürgerinnen und Bürgern. Das ist für Viernheim eine Premiere. Denn noch kein Bürgermeister hat bisher vier Amtszeiten erreicht. Und oft dürfte das in Städten unserer Größenordnung auch nicht vorgekommen sein.
Dieser historische Sieg ist für uns Sozialdemokraten und alle anderen, die Matthias Baaß während des Wahlkampfes unterstützt haben, ein Grund zur Freude. Mit der Wiederwahl wurde seine sehr sachorientierte Arbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger Viernheims honoriert. Dagegen standen Wahlkampfpolemik und ein thematisch sehr eingeschränktes Angebot des CDU-Kandidaten. Eine wirkliche Alternative hat der Verlierer nicht geboten.
 
Der unterlegene Gegenkandidat und seine Partei, die CDU, mögen naturgemäß eine andere Sicht der Dinge haben. Aber bei der Bewertung eines politischen Sachverhaltes, wie z.B. eines Wahlergebnisses, sollte die Wirklichkeit doch nicht ganz ausgeblendet werden. Doch gerade das macht der CDU-Parteivorsitzende Schübeler, wenn er behauptet, das Wahlergebnis zur Viernheimer Bürgermeisterwahl sei „relativ knapp“ gewesen. Und auch der CDU-Kandidat M. Ringhof spricht von einem „Achtungserfolg“. Das hört sich an, als ob er gar nicht gewinnen wollte. Oder wird hier das sonntägliche Wahlergebnis zum Zwecke der Selbsttäuschung und der Legendenbildung umgedeutet?
Denn eins ist klar: Der CDU-Kandidat hat wieder einmal klar und deutlich verloren, wie stets in den letzten 12 Jahren, wenn er einen Gegenkandidaten hatte.
 
Wir Sozialdemokraten werden den Sieg von Matthias Baaß im Hinblick auf die im nächsten Jahr stattfindende Kommunalwahl parteipolitisch nicht überbewerten. Es wurde Matthias Baaß gewählt, keine Partei. Wir werden weiterhin vernünftige Sacharbeit vor Ort leisten, von der die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt einen großen Nutzen haben werden. Und deshalb sind wir hoffnungsvoll und zuversichtlich, dass die Mehrheit der Viernheimer, wie bei der Bürgermeisterwahl, unsere verantwortungsvolle Politik zum Wohle aller unterstützen wird.
 
Andreas Häfele (Vorsitzender der Viernheimer SPD)