Wehrt Euch, leistet Widerstand

Wehrt Euch, leistet Widerstand: Ein Plädoyer für mehr Engagement
Von unserem Mitglied Hussein Atris

Am Wochenende hat die hässliche NPD im schönen Weinheim ihren Parteitag abgehalten.
Obwohl die Stadt Weinheim ihr Möglichstes versucht hat, mussten sie auf gerichtliche
Anordnung hin den Neonazis einen Veranstaltungsort stellen. Da keine Zeit mehr
blieb, eine Demonstration oder Kundgebung anzumelden, drohte es ein
gegenwindloses Ereignis für die NPD zu werden.

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Viernheimer Jusos wählen neuen Vorstand

Am Sonntag trafen sich die Viernheimer Jusos zu ihrer Jahreshauptversammlung im Restaurant Galicia.

Das sonnige Wetter und die warmen Temperaturen hoben die Laune und die Mitglieder der Jusos freuten sich auf eine aktive und produktive Sitzung. Wichtige Themen standen auf dem Tagesplan und besondere Gäste hatten sich angekündigt, um die Jusos auf ihrer Jahreshauptversammlung zu unterstützen und zu begleiten. Anwesend waren Andreas Häfele, Erster Vorsitzender des SPD Ortsvereins Viernheim, Daniel Schäfer, Vorsitzender der SPD Fraktion Viernheim, Karin Hartmann, Abgeordnete im Hessischen Landtag Kreis Bergstraße Ost und Christine Lambrecht, Abgeordnete im Deutschen Bundestag und Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD Bundestagsfraktion. Hussein Atris, Geschäftsführer der Jusos, eröffnete die Sitzung mit einigen Grußworten an die Jusos und an die Gäste: „Ich freue mich, dass ihr heute zahlreich erschienen seid, um an der Jahreshauptversammlung teilzunehmen. Es stehen wichtige Punkte auf der Tagesordnung, deswegen beginnen wir zügig, damit wir danach noch diesen schönen Frühlingssonntag genießen können.“

Nach der Eröffnung kamen die Gäste zu Wort. Christine Lambrecht, Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD, lobte die Jusos für ihre Arbeit und berichtete über die Erfolge der SPD und ihre Erfolge in den ersten 100 Tagen der großen Koalition. Karin Hartmann berichtete über die derzeitige Lage im Landtag und über aktuelle Themen in Hessen.

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Jusos besuchen Eine-Welt-Laden

Fair Trade aktuelles Schwerpunktthema der Jungsozialisten

Die Jusos Viernheim sehen den Fairen Handel als eine große Chance, um Arbeitsbedingungen und Bezahlung vieler Arbeiter in Dritte-Welt-Ländern zu verbessern. Ihre Forderung: „Arbeit muss fair bezahlt werden, überall auf der Welt!“ Schon bei der Mitgliederversammlung der Viernheimer SPD im September haben die Jusos auf ihr Anliegen „Fairtrade“ mit einem Antrag aufmerksam gemacht. Um ihr weiteres Vorgehen planen zu können, informierten sie sich bei Sonja Ott und Robert Toth im Eine-Welt-Laden Viernheim über verschiedene Aspekte des Fairen Handels. Der Weltladen in der Viernheimer Fußgängerzone ist nur einer von vielen, die sich der Verbreitung der Idee des Fairen Handels verschrieben haben. Die erste Säule ihrer Aktivitäten ist der Verkauf fair gehandelter Produkte aus aller Welt. Die Gewinne, die dabei am Ende des Jahres übrig bleiben werden an soziale Projekte gespendet. Die Zweite Säule ist die Bildungsarbeit, bei der sie beispielsweise an Schulen Kinder über Fairtrade informieren und so ein Bewusstsein für das Thema schaffen wollen.

 

Der Eine-Welt-Laden in Viernheim hat etwa 30 ehrenamtliche Mitarbeiter und eine 400-Euro-Kraft. Die zwei Hauptverantwortlichen des Weltladens berichteten den Jusos Viernheim darüber, dass bei der Herstellung vieler Produkte in Dritte-Welt-Ländern oft die Händler den Großteil der Gewinne einbehalten, während die Arbeiter unter schlechten Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung leiden müssen. Dieses unfaire Verhältnis wird bei fair gehandelten Produkten zugunsten der Arbeiter verschoben, die sich dann auf ein gesichertes Einkommen verlassen können, von dem sie auch leben können. Außerdem stellen Fairtrade-Standards unter anderem sicher, dass die Arbeiter weiterreichende Rechte bekommen und bei der Herstellung auf umweltschonende Verfahren  geachtet wird. Fair gehandelte Produkte werden in Deutschland immer beliebter, doch im Vergleich zu England beispielsweise, habe man laut Sonja Ott noch erheblichen Aufholbedarf.

Nachdem sich die Jusos über diese allgemeinen Dinge informiert hatten, wollten sie auf die Fortschritte in Viernheim und vor allem bei der öffentlichen Beschaffung eingehen. Denn „wir sind der Meinung, dass die Stadt Viernheim beim Fairen Handel mit gutem Beispiel vorangehen sollte!“ so Sahime Dilekci. Dies würde so einerseits als Vorbild für andere Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen dienen und andererseits, aufgrund des großen städtischen Bedarfs an Produkten, einen wirklichen Unterschied machen.

Robert Toth berichtete von schon bestehenden Bemühungen, die Viernheim den Titel „Fair Trade Town“ verschafft haben. Doch dies sei nur die erste Hürde gewesen. Die Verantwortlichen des Weltladens fordern, zukünftig bei der öffentlichen Beschaffung umfassend darauf zu achten, dass die Produkte aus Fairem Handel kommen. Robert Toth nannte hier zum Beispiel die Dienstkleidung öffentlicher Angestellter oder Pflastersteine für die anstehende Innenstadtsanierung. Doch auch bei Vereinen und Schulen sieht Sonja Ott noch Verbesserungspotential. Denn mit ihren Bemühungen, Fußballvereine in Viernheim von fair produzierten Bällen und Schulen von Schulheften aus Recyclingpapier zu überzeugen, konnten die Mitarbeiter des Weltladens bisher noch nicht die gewünschten Erfolge erzielen.

Die Jusos Viernheim bedanken sich bei den beiden Referenten und ihren Kollegen für die vielen Informationen und vor allem auch für ihr Engagement im Eine-Welt-Laden. „Ohne solch engagierte Menschen wären wir beim fairen Handel heute noch längst nicht so weit!“ betont Matthias Englert. Doch die Jusos erinnerten, dass das Engagement in Zukunft nicht nachlassen darf, da noch längst nicht alle Ziele erreicht seien. Auch die Jungsozialisten wollen weiterhin auf ein Umdenken in der Wirtschaft und bei den Verbrauchern hinarbeiten.

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