Jusos Viernheim: Equal Pay Day wichtig für Geschlechtergleichberechtigung.

Der Equal Pay Day ist ein internationaler Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. Er macht auf etwas aufmerksam, dass besonders den Jungsozialisten ein Dorn im Auge ist. So ist es leider Realität, dass laut dem Statistischen Bundesamt, Frauen durchschnittlich 21,6 Prozent weniger verdienen als Männer und somit 79 Tage im Jahr umsonst arbeiten.  Dies wollen die jungen Sozialdemokraten, die für Chancengleichheit kämpfen, schlichtweg nicht mehr weiter dulden.
„Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist auch in Europa noch ein Thema. Die Gesellschaft beklagt zwar den Rückgang von Geburtenraten, aber bietet nur zögerlich Frauen Alternativen zum standardmäßigen Vollzeitjob. In der Wirtschaft muss es, zusätzlich zur Entlohnungsgerechtigkeit, auch zu flexibleren Arbeitszeitmodellen kommen. “ ergänzt Juso Vorsitzende Fernanda da Silva das Spektrum der Gleichberechtigung.
Trotz Inkrafttretens des Gleichberechtigungsgesetzes im Jahre 1958 kommt es auch heute, im Jahre 2016, immer noch zu signifikanten Benachteiligungen von Frauen.  Deswegen ist es wichtig nicht nur eine theoretisch, sondern auch praktisch gänzliche gleichberechtigt weiter zu forcieren.

Equal Pay Day

„Ich finde es sehr ungerecht, dass Frauen für genau die gleiche Arbeit, weniger Geld bekommen. Gerade weil dies dazu führt, dass Frauen im Alter, durch geringere Renteneinzahlungen, weniger gut abgesichert sind als Männer. Gleiche Arbeit sollte gleich entlohnt werden, etwas anderes kann niemand logisch begründen.“ erklärt Alicia Hanf,  stellvertretende Jusos-Vorsitzende.
Um das Selbstbestimmungsrecht der Frau zu stärken, muss gewährleistet werden, dass diese finanziell unabhängig ist und die gleiche Chance auf dem Arbeitsmarkt hat wie ein männlicher Mitbürger. So setzt sich die SPD beispielsweise für ein Verfahrensgesetz ein, dass die betrieblichen und tariflichen Akteure zur gerechten Bezahlung verpflichtet.
„Wir als Jungsozialisten können vielleicht kein Gesetz verabschieden, doch wir können uns dafür stark machen, dass es mehr Kita-Plätze gibt und vor allem flexible Öffnungszeiten zur Norm gehören, um berufstätige Mütter zu entlasten. Allein dieser Schritt führt zu mehr Unabhängigkeit und gewährleistet, dass es mehr berufstätige Frauen gibt, die ihre eigene Karriere nicht zwangsläufig zum Wohle der Familie opfern müssen.“ gibt sich Lauras Abuzarour, Pressesprecherin der Jusos Viernheim, optimistisch.

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